fritzicreativ - Artikel nach Datum gefiltert: November 2017
Sonntag, 19 November 2017 07:59

Pieceful Cardigan - ein Zwischenstand

Mein Pieceful Cardigan wächst. Aber nur langsam, um ehrlich zu sein. Bereits am 7. Oktober startete der mixandknitkal bei Schachenmayr. Die liebe Tanja hat eine Jacke entworfen, die genau meinem Stil entspricht. Als Sabine von Schachenmayr mich fragte, ob ich dabei sein möchte, habe ich nicht sehr lange überlegt. Schon ein bißchen - da mir gleich klar war, das wird kein Zwischendurch-mal-eben-so-Projekt. Den ersten Bericht und meine Inspiration dazu findet ihr hier.

 

Die erste Reihe war dann schnell gestrickt. Die Jacke hätte super zu meinen neuen Sneakern gepasst, aber in zwei Tagen hätte ich sicher keine ganze Jacke stricken können. 

 

 

Dann war erst mal Urlaub - der dringend nötig war - angesagt. Und bis nach Mallorca wollte ich das große Projekt nicht mitnehmen. Nach dem Urlaub folgte noch ein Kurztrip nach Sorrent, hier war zum Stricken gar keine Zeit.

 

Aber jetzt habe ich in den letzten Tagen fleißig weitergestrickt. Mittlerweile habe ich fast 5 Reihen und in der nächsten Reihe beginnt die Trennung für die Ärmelöffnung. Ich hatte anfangs bereits überlegt, ob ich die ganze Jacke kleiner mache, da die Anleitung eine Einheitsgröße von 38-44 vorsieht. Ich trage normalerweise eher eine 34/36 und habe zudem sehr schmale Schultern. Ich habe mich jetzt während des Strickens entschieden, die Ärmelöffnungen nach innen zu versetzen, jeweils um ein halbes Quadrat. Die Schemazeichnung habe ich wie folgt abgeändert

 

Quelle: Schachenmayr

 

Ich habe dann theoretisch am Rücken eine Breite zwischen den Armen von 42 statt 56 cm. Hört sich vielleicht sehr wenig an, würde mir tatsächlich aber ausreichen. Nun ist die Jacke aber oversized geschnitten und soll ja nicht "spack" sitzen. Da sich das Strickstück aber doch sehr dehnt insgesamt und ich deutlich größer ende beim Stricken als angegeben, reicht dies in jedem Fall aus. Wenn man sich das Video der Schachenmayr-Show ansieht, sieht man, dass die Jacke selbst am großen Model noch eine gute Weite hat. Vermutlich hätte ich tatsächlich die ganze Jacke ein oder zwei Patches schmaler stricken können. Ich habe bei der dritten Reihe sogar noch überlegt, seitlich etwas auf- bzw. abzutrennen. Wäre aber sicher nicht hübsch geworden, deshalb habe ich die Breite - die dann später eher die Länge der vorderen Zipfel bzw. der ganzen Jacke beeinflußt - so weiter gestrickt.

 

Ich habe mir zu Beginn - nicht wie manch andere Strickerin - keinen Plan gemacht, sondern habe meine Farbanordnung während des Strickens gewählt. Dafür lege ich das Strickstück auf den Boden und plane die nächste Reihe mittels der Knäuel, die ich anlege und tausche, bis es mir am besten gefällt. Zuerst habe ich davon jeweils ein Foto gemacht und dann während des Strickens immer nachgeschaut.

 

 

Die bessere Lösung habe ich jetzt gefunden, indem ich mir die Knäuel einfach auf einen großen Kochlöffel auffädele. Somit habe ich nach jedem fertiggestrickten Patch die nächste Farbe parat, ohne Nachsehen zu müssen.

 

 

Es wird eine traumhaft schöne Jacke. Aber man muss ganz ehrlich sagen - es ist eine Fleißarbeit. Ich brauche für ein Patch knapp 24 Minuten, ich habe extra mal die Zeit gestoppt. Das heißt, ich brauche für eine Reihe 240 Minuten. Das sind 4 Stunden. Macht bei 8 Reihen 32 Stunden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass noch keine Fäden vernäht sind - was ich übrigens nach jeder Reihe mache - und keine Farbauswahl getroffen ist. Zum Schluß folgt noch die Blende, was sicher schnell geht. Trotzdem stricke ich fleißig weiter und freue mich drauf. Man kann andererseits auch schlecht aufhören. Ach, noch eine Farbe. Och, das halbe Rechteck stricke ich jetzt auch noch. Und vielleicht noch ein Patch vor dem Schlafengehen... Und so kommt das Eichhörnchen voran. Stetig.

 

 

Wenn ihr die Jacke auch stricken möchtet, findet ihr bei Schachenmayr alle Garnqualitäten der Mixandknit-Serie sowie alle Infos zum KAL. Die Anleitung könnt Ihr Euch dort gratis herunterladen. Ebenso in meinem ersten blogpost findet ihr alle weiteren Infos. In den social medias findet ihr unter dem hashtag #mixandknitkal oder #piecefulcardigan viele Inspirationen. Bei Facebook gibt es zudem auch eine Gruppe, genannt Maschentreff-Gruppe

 

Erwähnen möchte ich noch, dass ich die Wolle freundlicherweise von Schachenmayr zur Verfügung gestellt bekommen habe. Demnach ist das hier Werbung. 

 

Verlinkt mit Marisa monatlicher Auf-den-Nadeln-Aktion.

 

Freigegeben in Stricken
Donnerstag, 09 November 2017 11:25

Heartfelt - Auf den Nadeln November

Bereits am 30. August (Ravelry sei dank) begonnen und jetzt wieder aufgenommen ist Heartfelt, ein hübscher kleiner Cardigan, wie ich ihn mag. Die Anleitung stammt aus der Feder von Veera Välimäki und ist in der Interpretations Volume 3 zu finden. 

 

Begonnen hat es damit, dass ich meinen Breathing Space - er war viel zu weit - geribbelt habe. Aus der hellen Wolle habe ich auch einen Cardigan gestrickt, den zeige ich Euch ein andermal. Was tun mit dem schönen Einzelknäuel Tosh Merino light von Madelinetosh? Angestrickt habe ich den Cardigan Heartfelt, um zu sehen, ob mir das Muster zur Wolle gefällt und dann rasch 2 Stränge dazu bestellt. 

 

 

Den Körper habe ich heute beendet . 3 cm twisted rib Bündchen, das zieht sich... 

 

 

Und jetzt stricke ich die Ärmel mit dem AddiCraSyTrio, das ist quasi der zweite Praxistest der Nadeln. Demnach ist das hier Werbung, denn die Nadeln habe ich von addi kostenlos beim Bloggertreffen zur Verfügung gestellt bekommen. Nichtsdestotrotz ist das hier meine persönliche Meinung zu den Nadeln.

 

 

Ich mag sie gerne, auch beim Ärmelstricken. Ich stricke nur etwas lockererer - habe ich das Gefühl. Hätte ich eine viertel Nummer kleiner zur Hand, würde ich auf diese umschwenken. Die Handhabung ist etwas gewöhnungbedürftig, aber man hat den Bogen schnell heraus. Ich benutze sie auf jeden Fall lieber für Ärmel als die Magic Loop Methode. Damit wurde mein Gestrick immer etwas fester, da ich immer zu fest angezogen habe, um Leiterchen an den Übergängen zu vermeiden. 

 

Ich verziehe mich jetzt wieder mit meinem Strickzeug aufs Sofa, denn ich bin immer noch angeschlagen und soll ruhen. Werde ich tun. Mit Strickzeug, Tee und Kerzen. Ist doch toll, bei diesem Novemberwetter...?

 

Verlinkt mit Marisas monatlicher Auf-den-Nadeln-Runde.

 

 

 

Freigegeben in Stricken
Mittwoch, 01 November 2017 19:48

A girl's best friend und Chobe 2.0

Mein letzter Post ist schon sooo lange her - über einen Monat... Liegt aber nur daran, dass ich keine Fotos machen konnte.

Morgen geht es nach Italien. Ich habe mir für meine neue Jacke - die ich hoffentlich nur in Deutschland brauche - ein Tuch gestrickt und eine passende Tasche genäht. 

Das Tuch ist A girl's best friend von Isabell Krämer. Angefangen am 1. Oktober mit dem KAL von HandHerzSeele

 

 

ist es passend zur Reise fertig geworden.

 

 

Das tolle ist, ich habe fast nur Wolle aus dem Lager verwendet. Nur einen kleinen Knäuel senfgelb musste ich kaufen, das reichte leider nicht. Ich mag die etwas außergewöhnliche Farbkombi sehr. Ich musste noch etwas jonglieren, da grau nicht für den zweiten Musterstreifen reichte. Ich habe dann die sehr gut abgelagerte Colinette Jitterbug eingefügt, die farblich gut passt. Sie ist zwar etwas stärker und fester gezwirnt, aber nach dem Entspannungsbad hat sie sich gut eingefügt.  

 

 

Und dann brauchte ich unbedingt eine graue Tasche. Die Kauftasche aus Kunstleder für 80 Euro habe ich bereits im September schnell wieder ins Regal gelegt. Dann sah ich auf Instagram bei Anluuka eine (selbstgenähte) Felltasche und erinnerte mich, dass ich auch noch schönen Fellstoff habe. Und graues Leder für den Boden - dachte ich. Dem war nicht so und ich habe mich kurzerhand entschlossen, eine ältere kurze Lederjacke zu zerschneiden. War eine gute Entscheidung, denn das Leder war nicht mehr das beste. Viel Arbeit steckt in meiner Chobe-Bag, die ich schon einmal aus Jeans genäht habe. Das Zerschneiden und Wiederzusammenfügen des Leders war sehr aufwändig. Aber es hat sich gelohnt. Die Tasche ist ein echtes Unikat und ich habe auch hier nur Dinge aus dem Lager oder Schrank verwendet. Ich mag Upcycling ja sehr - habe ich das schon mal erwähnt ;)?

 

Boden und Rücken der Tasche sind komplett aus Leder - der selbst genähte Henkel übrigens auch!

 

 

Das Vorderteil ist aus dem besagten - langhaarigen - Fell, dem ich noch einen Rahmen aus Leder verpasst habe, denn ich wusste bereits, dass sich diese langen Flusen nicht gut nähen lassen. Für die Reißverschlüsse habe ich noch Fransenanhänger aus dem Leder gebastelt. Nur den hübschen Taschenbaumler habe ich noch gekauft (für unter 10 Euro). 

 

 

Und ein passendes Kosmetiktäschchen (aus dem gleichen Stoff wie das Innenfutter und dem Leder) entstand auch noch.

 

 

Ich finde, alles passt toll zusammen und ich bin gerüstet für die morgige Reise.

 

 

Verlinkt mit Maschenfeins monatlicher Auf-den-Nadeln-Party.

 

Fakten

 

Chobe Bag - Anleitung von Elle Puls

Leder einer alten Jacke, Fellstoff von Karstadt

 

A girl's best friend - Anleitung von Isabell Kraemer 

alle Details in meinem ravelry-Projekt

Freigegeben in Stricken